Gegen alle Widerstände



Da war er, in diese Welt geworfen. Abdallah, geboren im Jahr 1985, in einer Stadt namens Zinder mit etwa 100.000 Einwohnern, gelegen in Niger, einem Land in Westafrika und Teil der Sahelzone. Die Sahelzone ist eine Übergangszone zwischen der Wüste Sahara und der Savanne. Das hat zur Folge, dass den Menschen nahrhafte Ressourcen unzugänglich sind. Dazu kommt ein Mangel an Bildung, finanzieller Stabilität und Arbeitsmöglichkeiten. Sich unter diesen harten Bedingungen durchzuschlagen, bedeutet starken Mut aufzubringen, um alle Widrigkeiten zu überwinden. Bezeichnenderweise als kleines Kind einer alleinerziehenden Mutter.


Der Gegenpol zu allen Hindernissen war Abdallahs unerschöpfliche Neugierde. Abdallahs Großvater und Imam einer Moschee in der Stadt, förderte die Neugier seines Enkels und machte ihn zu seinem Schüler. Durch die gute Beziehung des Großvaters zu dem heranwachsenden Teenager, hatte Abdallah das Glück, auf die Universitätsreife hinarbeiten zu können, einschließlich zweier Jahre in der Militärschule. Seine Ambitionen führten ihn die Hauptstadt Niamey, wo er Astronomie studieren und nach Zinder zurückkehren wollte, um Forscher beim Militär zu werden.


Bei seiner Ankunft in Niamey traf Abdallah zum ersten Mal seinen Vater. Abdallahs Vater war nach Jahren der Ausbildung in den USA zurück nach Niger gekommen, um den Armen zu helfen. Sein Vater hatte sich sehr verändert und verbrachte viel Zeit mit seinem Sohn. Durch diese neue bessere Beziehung wurde Abdallah in den christlichen Glauben eingeführt, was sein Leben veränderte. Mit einem Vater an seiner Seite beschloss er nun, ein Medizinstudium zu beginnen und um dann als Arzt seinem Volk zu dienen. Doch Abdallah konnte sich nicht allein von Büchern ernähren. Der junge Mann musste sein Studium durch sein Tanzhobby finanzieren. Abdallah wurde so gut im Tanzen, dass er Einladungen zum Tanzen in verschiedenen Ländern erhielt. Und selbst wenn das Geld mal nicht reichte, war eine helfende Hand (für Abdallah war dies der Kinderfond des Dornhaner Hilfswerks Helfende Hände e.V.) zur Unterstützung da.


Heute ist Abdallah glücklich verheiratet, hat zwei Kinder und ist ein qualifizierter Arzt und Chirurg vieler Fachrichtungen geworden. Erst vor einem Monat kehrte er aus Russland, wo er in Chirurgie promovierte, nach Niger zurück. Sein Aufenthalt in Russland war eine Herausforderung, denn er musste bei seiner Ankunft die Sprache lernen und Russischkurse belegen. Jetzt stellt sich Abdallah erneut den Herausforderungen. Er will eine chirurgische Abteilung in einer etablierten Mutter-Kind-Klinik in Kollo aufbauen, die eine Stunde von der Hauptstadt entfernt ist.


Der Bedarf an medizinischer Versorgung in Niger ist enorm. Die Bevölkerung des Landes von mittlerweile 24 Millionen hat sich seit 2002 verdoppelt, da die Fruchtbarkeitsrate bei sieben Kindern pro Frau liegt. Gepaart mit 0,0 Ärzten pro 1.000 Einwohner ist der Bedarf an Ärzten und deren Einrichtungen enorm. Folglich führt der Mangel an medizinischer Versorgung zu einer Säuglingssterblichkeit von 48 Todesfällen pro 1.000 Lebendgeburten im Jahr 2018 und einer Müttersterblichkeit von 509 pro 100.000 Einwohner im Jahr 2017. Der Großteil der Bevölkerung lebt in ländlichen Gebieten. In der Hauptstadt Niamey gibt es kaum Zugang zu einer bestehenden Gesundheitsversorgung. Daher ist es für die Landbevölkerung sehr herausfordernd, die Mittel zu finden, um in die Hauptstadt zu reisen, was mit Wartezeiten von bis zu zwei Monaten in den Außenbereichen der Krankenhäuser bei kritischen chirurgischen Indikationen einhergeht.


Abdallah will das ändern. Seine Vision ist es, die Gesundheitsversorgung zugänglicher und erschwinglicher zu machen. Vorerst will er klein anfangen. Deshalb arbeitet er an einem nachhaltigen Geschäftsmodell und sucht anschließend nach einer Finanzierung für die Errichtung seiner Chirurgie. Aber das Leben setzt ihn im Moment unter Druck. Er hat eine Familie zu ernähren. Deshalb sucht er eine Unterstützung von 3000 € für zwei Monate, um einen klaren Kopf zu haben und den Bedürfnissen seiner Familie gerecht zu werden.


Helfende Hände e. V.

Thomas und Christa Heinzelmann, Hauffstr. 16, Dornhan Tel. 07455/1837 info@helfende-haende-ev.org

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